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72 Stunden Nonstop! Großbaustelle Bahnhof Haltern am See – Ausbau der Gleishilfsbrücken

Am letzten November-Wochende wurden noch einmal die großen Dimensionen des Bauprojektes für die neue Personenunterführung zwischen Bahnhof und Park & Ride-Anlage deutlich: Über hundert Arbeiter, viel schweres Gerät, darunter ein dutzend Bagger, mehrere Spezialzüge und zwei Schwerlastkräne befanden sich im Dauereinsatz.

Im Video wurde die Baustelle für den gesamten Zeitraum begleitet. Der DB-Projektleiter, Frank Kutzera erläutert dazu die Abläufe mit einigen Worten.

Nachdem Mitte letzten Jahres die alte Personenunterführung, die das Bahnhofsgebäude samt Gleis 1 mit den Bahnsteigen 2 und 3 verbanden, geschlossen wurde, hat sich einiges getan:

Die neue Unterführung verbindet zusätzlich den neuen Park&Ride-Parkplatz auf der anderen Gleisseite mit dem Bahnhof.

Dazu müssen nun insgesamt neun Gleise untertunnelt werden. Neben den 3 Gleisen an den Bahnsteigen für den Personenverkehr befinden sich 6 weitere Gleise im südlichen Bereich als Ausweichgleise für den Güterverkehr. Die Strecke an der Seestadt vorbei zählt zu einer besonders wichtigen Zugverbindung zu den Seehäfen und ist daher von logistisch großer Bedeutung.

Die alte Unterführung wurde um fast 2 Meter tiefer gelegt und, wie beschrieben, verlängert. Damit während der umfangreichen Arbeiten am neuen Tunnel der Zugverkehr gewährleistet werden konnte, wurden temporäre „Gleisbehelfsbrücken“ eingesetzt, über die die Züge fahren konnten.

Nachdem nun die Beton- & Stahlarbeiten fertiggestellt wurden, konnten die Gleisbrücken entfernt und durch ein endgültiges Gleisbett samt Schwellen und Gleisen ersetzt werden. Es lag in der Natur der Sache, dass dazu der Zugverkehr auf allen Gleisen eingestellt werden musste.

In einer eingerichteten Sperrpause von 72 Stunden arbeiteten die verschiedenen Baukommandos Hand in Hand bei allen verschiedenen Aufgaben. Während das Herausheben der Brücken relativ schnell vonstatten ging, nahmen die Vorarbeiten, wie das Entfernen der Oberleitungen und die abschließenden Maßnahmen, wie das Aufschottern und Verschweißen der neuen Gleise dementsprechend weitaus mehr Zeit in Anspruch.

Doch gute Planung zahlte sich aus: Pünktlich zum Ende der Sperrpause waren alle Strecken wieder hergestellt. Ohne Provisorium und mit vielen zusätzlichen Meilensteinen, die fertiggestellt werden konnten.

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Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes

Der Roost-Warendin-Platz ist der Vorplatz des Halterner Bahnhofs.
In der öffentlichen Wahrnehmung sicherlich zumeist dem Bahnhof zugehörig, ist der ca. 2000qm große Platz jedoch in Besitz der Stadt Haltern am See.

Stadt und Bahn ist der Komfort und die Aufenthaltsqualität der Reisenden und Pendler am Bahnhof jedoch gleichermaßen wichtig. So war es also eine logische Konsequenz, dass bei der geplanten Neu- gestaltung der Aufenthaltsfläche neben dem Busbahnhof, Kommune und Verkehrsunternehmen Hand in Hand arbeiteten.

Die Deutsche Bahn erstellte ein Konzept zur Aufwertung der zu Jahresanfang noch recht leeren Außenfläche. Während im Bahnhofsinnern die Wartehalle und der Eingangsbereich komplett neu und einladend gestaltet wurden, das Gebäude derzeit einen neuen Anstrich und ein neues Dach erhält, sollte dann auch der Vorplatz zum hochwertigen Auftritt passen.

Die Stadtverwaltung freut sich nach den Arbeiten nun über die neuen Sitzgelegenheiten, in Form von organisch geschwungenen Holzbänken als auch über die Bepflanzung durch Laubbäume in hochwertigen Pflanzkübeln. Das Gesamtkonzept ist stimmig und sieht einladend aus – für Touristen, Pendler und auch die vielen Schüler des nahegelegen Schulzentrums, sind sich Metin Sönmez (Deutsche Bahn) und Bernd Bröker (Leiter Stadtagentur Haltern am See) einig.

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Smarte Wegführung für Touristen

Insbesondere in den Sommermonaten besuchen täglich tausende Tagestouristen die Seestadt. Doch auch in den kühleren Monaten, wenn Badeseen und Bäder nicht locken, wählen Besucher die Anreise mit der Bahn.

Auch ohne Badespaß bietet Haltern am See tolle Ausflugsziele für einen Tagestrip: Von ausgedehnten Wanderrouten durch die Wälder der Hohen Mark oder die Westruper Heide bis zu innerstädtischen Highlights, wie dem Römermuseum oder den schönen Einkaufsstraßen im Stadtzentrum.

Damit Besucher, die am Bahnhof ankommen, schnell zum gewünschten Ziel finden, wurde nun eine Informationssäule aufgestellt. Als Wegweiser mit den wichtigsten Ausflugsorten finden Reisende so schnell auf verschiedenen Wegen zum Ziel:

  • Die passende Busverbindung mit Liniennummer und Fahrtzeit wird angezeigt.
  • Eine kurze Wegbeschreibung für den Fußweg inklusive ungefährer Dauer ist zu lesen.
  • Ein QR-Code führt nach Scan mit dem Smartphone zu einer Online-Navigation mit Google-Maps.

Die Wegführung ist gemeinsam mit der Stadtagentur Haltern am See entstanden. Im Video wird die neue Säule auf dem Roost-Warendin-Platz vorgestellt. Bernd Bröker, Leiter der Stadtagentur, probiert den QR-Code direkt aus.